Sonntag, 20. Mai 2018

frühsommerliche pastelle im gemüsegarten





selbstversorger & nachhaltigkeit

ich bin ganz ehrlich - zum kompletten selbstversorger reicht es nicht. selbst wenn ich jeden quadratzentimeter des grundstückes mit essbarem bebauen würde ware es wohl immer noch zu klein.
von tierischen produkten gar nicht zu reden.

ich sehe es jedoch als grossen erfolg an, dass wir letztes jahr - das 1.jahr in dem ich ernsthaft gemüse angebaut hatte - ganze 5 monate kein gemüse gekauft haben und keinen grünen salat. und das bei leuten, die sich hauptsächlich von gemüse ernähren - mit etwas dazugekaufter "sättigungsbeilage" - sprich kartoffeln und diverse getreide. und eiweiss in form von eiern, käse, quark etc. - und hin&wieder fisch oder fleisch.
ich hatte sogar etwas einwecken müssen! weil wir es gar nicht so schnell aufessen konnten wie es wuchs. und gäste wurden auch satt.

angebaut hatte ich stangen- & buschbohnen, mangold (ich liebe mangold!), zucchini (2 pflanzen reichen da dicke) und für den salat kapuzinerkresse (die wird so ziemlich von den schnecken verschont, letztes jahr war schlimm schneckentechnisch)
ausserdem diverse küchenkräuter, nördliche und mediterrane.

damit habe ich eine ziemlich abwechslungsreiche küche hinbekommen. immerhin stehen mir rezepte aus diversen kulturkreisen zur verfügung (hallo internet) und in diesen kann ich ja auch noch wild variieren. ich glaub wir haben nie 2x ganz genau die gleiche mahlzeit gegessen - und das bei 2x warm am tag.

nicht nur haben wir einen haufen geld gespart beim lebensmitteleinkauf - wir mussten auch viel seltener zum einkaufen fahren, weil alles, was wir kaufen mussten, hält sich ja viel länger bis quasi ewig. nur wegen frischem gemüse müssten wir 2x die woche los, ausserhalb der saison.
(im winter aber auch nur 1x die woche - wintergemüse hält sich sehr schön lange in unserem keller)
von der quasi demeterqualität, der frische und dem sensationellen geschmack unseres selbstgebauten gemüses mal ganz abgesehen!






das essen wir diesen sommer

bewährtes natürlich. also wieder mangold, bohnen, zucchini. neu sind fenchel (nur 5 pflanzen, als versuch ob er hier gedeiht), möhren, pastinaken und winterhecke (eine zwiebelart, die keine zwiebeln bildet, man erntet den lauch fortwährend bis in den winter - name!)
ausserdem kapuzinerkresse für salat und ringelblumen baue ich für heilzwecke an - und weil sie hübsch aussehen.









kräuter & erdbeeren

würzkräuter kaufe ich schon seit jahren nichtmehr, wenn es nach mir gänge auch keinen kräutertee. zuggegebenermaßen macht kräutertrocknen im grossen stil ziemlich arbeit, man nimmt sie oft in die hand bis sie mal im luftdichten glas gelandet sind. aber diese arbeit ist sehr meditativ - eingehüllt in herrliche düfte vor mich hinpusselnd spare ich mir einen teuren therapeuten. 
😎
die "erdbeerwiese" aus den alten sorten senga sengana und mieze schindler wirft ab mitte juni für ca. 4 wochen eine grosse schüssel erbeeren ab - täglich. mehr könnten wir gar nicht aufessen!
dabei macht sie sehr wenig arbeit und besorgt die vermehrung auch gleich selbst - nur hin&wieder werden 3-4 neue pflanzen gekauft zur verjüngung des bestandes. durch den dichten stand kommen auch kaum beikräuter hoch.









nachhaltige klamotten - nicht minimalistisch

eher maximal. 
alles ausser brille & schuhe aus 2.hand.
der seidene rock stammt aus einem theaterfundus - allerdings war er ein langer mit microtaille - ich hab ihn mir passend gemacht - vor ca. 15 jahren. jawohl - solange schleppe ich das ding schon! für den ganz grossen auftritt taugt er (in meinen augen) nichtmehr - aber um zum gärtner zu fahren, um zucchinipflanzen und ersatz für die in diesem fiesen winter erfrorenen kräuter zu kaufen und diese anschliessen einzupflanzen - dafür reicht der allemal.
die neuen ballerinas habe ich zum gärtnern ausgezogen - das mache ich am liebsten barfuss - deswegen "rasenwege" zwischen den beeten im gemüsegarten.











edit



Donnerstag, 17. Mai 2018

rhododendren. leider nicht meine







(link)

vor 3 wochen haben wir hier schonmal fotos gemacht - nämlich diese:






gestern & heute

die wettiner (sachsens könige) kauften 1824 drei weinberge im damals ländlichen wachwitz - dort errichteten sie ein sommerpalais, rissen das 1893 ab und bauten stattdessen eine repräsentative villa hin.....
währenddessen verwandelten sie die weinberge zum grössten teil in einen weitläufigen park.
1936/37 kam noch ein schloss dazu - oben an der hangkante.

nach 1945 nutzten diverse russische organisationen die gebäude, im schloss war später eine FDJ-kaderschmiede.

ab 1970 pflanzte der gartenbauingenieur karl scholz mit hilfe vieler freiwilliger helfer (so lief das im sozialismus) 1000 rhododendren - 200 sorten, 60 arten - und diverse andere zierbäume & -sträucher.

heute ist die königliche villa in mehrere luxuswohnungen aufgeteilt - trotzdem ist der park für die öffentlichkeit zugänglich. das scheint nicht ganz problemlos zu sein - siehe webseite - wie anderswo auch hinterlassen die leute ihren müll und zertrampeln die grünflächen. ist ja nicht der eigene vorgarten.....

zum glück sind rhododendren robuste kerlchen.




































keine rhododendren - sondern wilde glockenblumen im königlichen weinberg:





Montag, 14. Mai 2018

überlegt ihr noch - oder habt ihr schon einen pflegeleichten & naturnahen garten?

plus hemdblusenkleid




im blaumann

der alltag ist ja kein grund, das eigene erscheinungsbild zu vernachlässigen und coole klamotten im hintersten schrankwinkel vermodern zu lassen.....

und ein mittelgrosser garten auch nicht

ich hatte hier und da geschrieben, dass es dieses frühjahr sehr anstrengend war im garten - das ist aber nur die halbe wahrheit - denn das, was anstrengend war, war vorher gar kein garten - sondern brache, ex-baustelle, wildniss.

grund reinzubringen - brombeeren roden, steine auslesen, das gelände halbwegs plan zu bekommen und den boden zu verbessern - das ist erstmal eine ganz schöne schufterei. 
aber wenn dann die richtigen stauden und gehölze gesetzt sind, dankbare blümchen angesät - dann muss nur noch gegossen werden und hin und wieder ein brombeerschössling ausgestochen......






geniessergarten

ich sitze im liegestuhl, im schatten des hauses, trotz vormittäglicher stunde ist es in der sonne schon sehr heiss. vom vorgartenbeet weht der maiglöckchen-duft herüber - die vielen verschiedenen singvögel zwitschern, trällern, piepen und jubilieren - schmetterlinge flattern vorbei. im beinwell brummen hummeln und bienen aller art.

der mai ist so maigrün wie´s nur geht - die blumen sind zart. maiglöckchen, guter heinrich, vergissmeinnicht, ehrenpreis, mannsschild, diverse nesseln die nicht brennen und eine schöllkrautrabatte.... 
klar macht so ein beet erstmal nicht viel her auf dem google satellitenbild..... das wird sich ändern über den sommer - die kräftigeren stauden stehen schon in den startlöchern. im moment geniesse ich zarte düfte, niedliche blümchen und die verschiedenen schattierungen und formen des laubes.












shirtwaist dress

dieses hier ist eine uniform der norwegischen marine - ich hab es schon ewig und es hat schon viel von der welt gesehen weil es so unglaublich praktisch ist!
eine herrlich schwere baumwolle, stabile verarbeitung, super passform und grosse taschen!! 
diesmal mit "erdigen" accessoires - und der fassade der "reifenbude" im hintergrund - der bulli brauchte neue schlappen.....






natasha - thats for you!